Die barocke Tanzkultur als Mutterboden der klassischen Musik
Wir befinden uns heute in einer völlig anderen Situation als die Zeitgenossen von
J-B-Lully und Francois Couperin, denen es die „feine Sitte“ gebot, umschichtig bei
einem Klavierlehrer und einem Ballettmeister Unterricht zu nehmen. (G.Frotscher)
Die Tanzkunst gründet sich größtenteils auf Bewegung, die Musik ahmet
sie glücklich nach... (Sulzer, allg. Theorie der schönen Künste 1793, nach Talsma)
Womit hat denn überhaupt eine Claviersonate (im Allgemeinen alle Instrumentalmusik)
mehr Ähnlichkeit, als mit dem mimischen Tanze?(Nissen, Biographie Mozarts um 1828)
Da das Mechanische des Taktes ein wichtiger, schwerer, aber überaus wirksamer Teil
der Setzkunst ist, so ist allen angehenden Tonsetzern zu raten, sich in Tanzstücken
aller Art aufs sorgfältigste zu üben. (Sulzer nach T.)
Mozart war ein leidenschaftlicher guter Tänzer und hatte Unterricht bei den größten
Lehrmeistern seiner Zeit. Am liebsten spielte bei den Tanzfesten den Harlequin.
(Bericht seiner Schüler)
Die Form der Melodie der Rechten und der harpeggierten Bewegung der Harmonie in
der Linken gleichem dem Duette
zweier Tänzer..... In solchen Stücken hebt sich
Mozart auf der von göttlichem
Hauche beflügelten Sohle fast mit spanischer
Leidenschaft und Gluth, ja, seine
Themata schwingen in der Rechten stets die
Castagnetten, wie man in seinen Pralltrillern sieht. (Nissen nach Talsma)
Wer als Musiker seine versäumte Tanzausbildung nachholen will,
kann dies am besten machen bei ZEITENTANZ siehe unter LINKS
.....und wie sähe
der Tanz aus bei
diesem Tempo??
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