StellenSiesicheinenRednervorderseineRedeohnePunktundKommaundohnejeglicheBetonunghaltenwürde....... es wäre kaum auszuhalten! Der Mensch spricht, selbst im Alltag in gegliederten Sinnabschnitten, mit Accenten und Pausen. Die Medienwissenschaft spricht von 240 Silben/min als der Grenze "sinn"-voller Sprechgeschwindigkeit. Liegt es da nicht nahe, auch in der Musik eine Grenze sinnvoller Spielgeschwindigkeit anzunehmen, deren Überschreitung zur Unverständlichkeit führen müßte? "Rhetorik", die Kunst der schönen und wohlgeordneten Rede spielt in der Kompositionslehre der älteren Musik bis zu Beethoven eine bedeutende Rolle.  Albert Schweizer schreibt in seinem Buch über J.S.Bach: "Je besser jemand Bach spielt, desto langsamer darf er, je schlechter, desto schneller muß er es nehmen. Gut spielen heißt in allen Stimmen bis ins Detail phrasieren und akzentuieren. Damit sind der Schnelligkeit gewisse technische Grenzen gesetzt. Andrerseits wird der Hörer in diesem Falle das Tempo, auch wenn es an sich nicht rasch ist, als gerade eilig genug empfinden, weil er in der Bewältigung des Details, das ihm hier entgegentritt kaum schneller folgen könnte." Es gibt hierfür wohl kaum eine schönere Bestätigung, als der Ausspruch eines Konzertbesuchers (Musik im TempoGiusto) der bisher mit klassischer Musik wenig im Sinn hatte: "Jetzt hatte ich das Gefühl, Musik zu verstehen, sie  s p r i c h t mich an!!" siehe auch in der mediathek: video auf youtube, “Wie kann man Bach verstehen?” zurück